Freeballing - ohne Slip und Unterwäsche

Was versteht man unter FreeBalling?

Und was meint »going commando« ?

Man trägt Unterwäsche, - für gewöhnlich. Das wird einem von Kindheit an so anerzogen. Männer tragen einen Slip, Frauen einen Schlüpfer. Normalerweise. Und durchaus auch aus hygienischen Gründen:

Bei Männern landet der letzte Tropfen - je nach Penislänge - im Slip. Wie das genau bei Frauen ist, weiß ich nicht so recht. Vielleicht mag mich da mal jemand bei Gelegenheit aufklären.

Slip und Schlüpfer werden deshalb in aller Regel täglich gewechselt und durch zeitnahe Maschinenwäsche auch immer wieder frisch gemacht. - Heutzutage. In den 1950er Jahren sollen Lehrer ihre Schüler ermahnt haben, mindestens einmal pro Woche ihre Unterwäsche zu wechseln.

Andererseits ist aber so, dass sich entzündungsfördernde Keime in feucht-warmer Umgebung von Undies vermehren und Probleme verursachen können. Davon können besonders Soldaten ein Lied singen:

Unter dem bequem-weiten Moleskin-Drillich reiben Bund und Beinabschlüsse der Unterhose. Sie scheuern permanent beim Gehen und Laufen an Unterkörper und Oberschenkeln. Die Haut reagiert durch den salzhaltigen Schweiß gereizt. Es kommt zu Wundlauf und schmerzhaften Entzündungen.

Irgendwer mit Einfühlungsvermögen und Verstand gab den ihm unterstellten Soldaten den Befehl, keine Unterwäsche mehr zu tragen, und insistierte das sogenannte ›going commando‹.  Radrennfahrer ziehen es ebenso hervor, unter dem Rennanzug keine Unterwäsche zu tragen.

Unter dem Kilt wird lediglich zum Tanzen oder beim Sport ein Slip getragen. - Wo in britischen Einheiten der Armee der Kilt zur Uniform gehörte, kontrollierten Kommandanten durch einen Spiegel am Boden, ob sich ihre Soldaten an das Gebot der 'Slipfreiheit' hielten.

Schlüpferfreiheit bei Frauen wird übrigens freebuffing genannt.

Freeballing...

... heißt es bei Männern. Weil die Bälle (Hoden) mitsamt dem Penis freischwingend unter dem Hosenstoff pendeln können. - Wie in der Schlafanzugshose zum Beispiel. Wie in Fleece-Pants, wenn sie ohne Shorts getragen werden. Sport-Shorts ohne Innenslip. In der Leggins oder Laufhose aus glänzendem, dehnbarem Spandex. Und in Bermuda- & Boxer-Shorts natürlich (sofern sie nicht unter Jeans oder anderen Beinkleidern getragen werden. - Aber darüber läßt sich wohl streiten.)

Freeballing praktiziert im Grunde jeder Typ, der lediglich eine Badehose oder Bade-Short im Schwimmbad oder am Strand trägt.

Persönlich finde ich diese strikte Klassifizierung aber recht albern: Für mich ist jeder Typ Freeballer, der Riemen und Nüsse in Boxershorts und weiter geschnittenen Hosen/Jeans frei baumeln läßt. Punkt.

Denn was für die meisten Männer wohl eher die Ausnahme ist, ist für andere Lebensqualität: Sie tragen für gewöhnlich keine einengenden Unterhosen/Slips und genießen ›freeballing‹ in vollen Zügen im Alltag.

Penis und Hoden schätzen die Freiheit. Denn die gewährleistet eine gute Durchblutung und Spermaproduktion.

Namhafte Unterwäsche-Hersteller wehren sich vehement gegen die Behauptung, enge Slips hätten einen negativen Einfluß auf die Spermienproduktion. - Und ziemlich wahrscheinlich behalten sie auch recht: Es ist zwar nachgewiesen, daß sich höhere Temperaturen (wie etwa bei einem heißen Bad) ungünstig auf die Spermienproduktion auswirken. - Durch das Tragen enger Slips steigt die Temperatur in den Hoden indes allerdings nur unwesentlich.

Manche ›Freeballer‹ mögen es, wenn sich Penis und Hoden deutlich unterm Hosenstoff abzeichnen und die Konturen ihrer Genitalien deutlich zu sehen sind. Anderen wiederum ist der sexuelle Aspekt nicht so recht, und sie benutzen deshalb z.B. den dickeren Stoff der Hosentasche, um ihr Geschlechtsteil damit zu bedecken.

Dem Gesetz der Schwerkraft folgend, hängt sich der Hodensack bei Freeballern aus. Er wird mit der Zeit größer - und vor allem auch länger.

Ob gleiches mit dem Penis geschieht, naja, da gehen die Meinungen auseinander. Aber als wahrscheinlicher gilt schon, daß ein beständig frei hängender Rüssel mit der Zeit ebenfalls einen deutlichen Längenzuwachs erfährt.

Für beschnittene Männer mit bloßliegender Eichel gilt unbestritten: Durch das beständige Hin- und Herpendeln des (beschnittenen) Penis und der damit verbundenen Reibung am Hosenstoff verliert die Eichel an Empfindlichkeit. Von den meisten Männern (und deren Partnern) wird dies im Hinblick auf Ausdauer und Durchhaltevermögen durchaus als sehr wünschenswert empfunden. - Unbeschnittene Männer, bei denen die Vorhaut die Eichel bedeckt und schützt, erfahren diese Steigerung natürlich nicht. - Es sei denn, sie können (so oder durch mechanische Hilfsmittel) mit zurückgezogener Vorhaut herumlaufen.

Erste Erfahrungen mit Freeballing sammelt Mann am besten zuhause. Jungs merken rasch, daß Geschwister und Eltern kaum oder gar nicht reagieren, Klassenkameraden vielleicht schon eher. - Aber das geht sie im Grunde ja auch gar nix an.

Männer, die sich im ›Freischwingen‹ üben, ernten vom Partner (m/w) sicher öfters Kommentare, die in aller Regel aber eher anerkennend und erotischer Natur sein werden. - Eine VPL (Visible Penis Line) törnt halt ziemlich an und fördert mächtig die Lust auf Sex.

Freeballer tragen gerne Cockgurte aus Leder (besonders den Nevada der A+S Lederwerkstatt) und Cockringe aus Edelstahl. Je nach Breite, wird der Hodensack mehr oder weniger stark ›geliftet‹: Beim Gehen - und besonders beim Laufen/Joggen - geraten die Hoden nicht mehr zwischen die Oberschenkel, - was ansonsten als unangenehm bis schmerzhaft empfunden wird.

Free-Balling - going commando 

Freeballer tragen keine Unterhose, keinen Slip

Gleichzeitig bewirkt ein Leder-Cockgurt oder Cockring während des Tragens ein angenehm-erotisches Fremdkörpergefühl, ein antörnendes Feeling, das die Lust auf Sex erfahrungsgemäß schon ziemlich anstachelt...

Freeballer und Cockringe (engl.)

Wer anderen so richtig einheizen will, zeigt sein »Paket«, das er zwischen den Beinen hat. Unter dünnem Stoff zeichnen sich dann deutlich die Konturen ab. Das törnt nicht nur den Partner und potenzielle ›Interessenten‹ an, sondern vor allen Dingen auch einen selbst.

Am ersten Freitag im Mai wird traditionell weltweit der "No Pants Day" gefeiert. An dem internationalen Feiertag sollen Männer und Frauen keine langen Hosen tragen. Oder zumindest nichts anziehen, was ihre Beine bedeckt. (Boxershorts und Slips sind okay.) Hintergrund soll der Wunsch nach Freiheit sein, - dem verhüllende Beinkleider im Wege stehen...

Der Vollständigkeit halber sei aber auch erwähnt, daß das Tragen und Zeigen von Unterwäsche, sagging genannt, besonders bei der jüngeren Generation als 'in' angesagt ist: Hüfttief geschnittene Jeans oder Baggies lassen zumindest (!) den breiten Bund des Slips sehen, der dick & fett den Namen einer Nobelmarke erkennen läßt. Sagging hat übrigens seinen Ursprung in amerikanischen Gefängnissen, in denen die Sträflinge keinen Gürtel tragen dürfen.

©2016 by Roland Adler (A+S Lederwerkstatt)