Vorsicht - Saartiere Satyre Satire!
Eine launische gesellschaftspolitische wie eingehende Betrachtung für alle, die nicht so recht wissen, wer sie sind, woher sie kommen, wann sie kommen und wohin sie denn überhaupt gehen sollen.
Aber zunächst ein herzliches Vorweg in eigener Sache:
Es gibt so eine lustige Redensart, "da sieht's ja aus wie bei Hempel's unterm Sofa". Damit ist meist ein ganz gehöriges Durcheinander gemeint.
Man hätte statt Hempel durchaus auch Schmitt nehmen können, zugegeben. Aber Schmitt heißen ganz viele Leute. Besonders wenn sie katholisch sind. (Die evangelischen heißen für gewöhnlich Schmidt, wie Sie ja bestimmt wissen.)
Von den Hempel's gibt es einfach viel weniger. Die Hempel's sind seltener. Und gerade das macht sie auch zu was ganz Besonderem. Zu einer Kostbarkeit halt.
Falls Sie zufälligerweise Hempel heißen... Naja, dann werden Sie ja schon einiges gewohnt sein und sich gewiß nicht über unsere Satire-Ecke aufregen. Sie und wir wissen ja, dass nicht Sie gemeint sind. Aber da Sie ja schon mal da sind... könnten Sie uns vielleicht bitte mal ein Foto von unter Ihrem Sofa zusenden? - Wenn's gut ist, bekommen Sie einen Einkaufsgutschein. Oder sowas.
Also nun zur Sache. Und die ist, wie Sie zugeben müssen, doch wirklich einfach skandalös. Oder?
Dürfen wir vorstellen... Gudrun (oben) und Friedhold Hempel (unten). Während Friedhold seine Gattin beglückt und dabei an sein letztes Date mit Kai (hier nicht im Bild) denkt, lässt Gudrun ihr letztes Beisammensein mit Manuel, einer "ganz schnuggelischen" Zufallsbekanntschaft aus dem Supermarkt, Revue passieren...
Gudrun kämpft mit ihrem schlechten Gewissen und Friedholds stattlicher Ausrüstung. (Diese ist aus Gründen des Jugendschutzes leider nicht zu sehen.) Gudrun erklärt etwas später, beim telefonischen Gedankenaustausch mit ihrer Freundin Adeltrudis, nie mehr den Mund so voll nehmen zu wollen. - Wir können uns eigentlich nicht so recht vorstellen, wie sie das gemeint haben könnte, halten Sie aber gerne auf dem Laufenden.
Neues von den Hempel's
Die Hempel's bei den Lagerfeld's
Dieses Jahr sind wir der Einladung gefolgt, das weihnachtlich dekorierte Pariser Kaufhaus Printemps zu bewundern. Nach stundenlangem Anstehen konnten wir einen flüchtigen Blick auf das von Chanel gestaltete Schaufenster werfen, in dem viele Mini-Lagerfeld's hektisch herumhüpften, um die einschlägigen Touristenattraktionen der Metropole zu fotografieren:
Tour Eiffel, Sacre Coeur, Vendôme, Invalides... et naturellement C&A vis-à-vis.
Karl Lagerfeld: "Ich interessiere mich nur für mich selbst und mein Spiegelbild."
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Neulich, vor den Pforten von C&A
('Chic & Anmut')
Paris
Jussuf Hempel (rechts) zu Asad Hempel: "Ey Alda, was keulst?"
(Die Schuh-Lady gegenüber wäre uns zunächst beinahe auch nicht aufgefallen. Dem Jussuf sein Hinterteil dagegen schon.)
Huberta Hempel, von ihren 14 Enkeln liebevoll 'Mutti-Oma' genannt, ist berühmt für ihr gutes Händchen beim Glücksspiel.
Sie gewinnt ständig bei Lotterien, so dass sie bereits seit Jahren die Pfarrfest-Tombola ganz alleine ausrichten kann.
Mutti-Omas schlauer Tipp für uns:
"Wer seine Lose im Beutel und nach Gewicht kauft, bekommt sicher ganz viele Preise!"
Die Brüder Mathéo (links) und Lucas Hempel (rechts) arbeiten
für die Pariser Verkehrsbetriebe im Pilot-Projekt 'Marais et moi aussi':
Um das Busfahren attraktiver zu gestalten, sollen den Fahrgästen 'amuse-gueules' (Häppchen) und Piccolo Sekt von ausgebildeten Kellnern umsonst kostenlos serviert werden.
Gelegentlich gibt es Trinkgelder, und Mathéo hält Lucas vor, nicht fair zu teilen. - Was Lucas nicht weiß: Mathéo hat sich gerade wieder einen 50-Euro-Schein gesichert, den er geschickt mit dem linken Fuss bedeckt.
Einige meinen ja, die Bronzestatur La vanité mise à nu par ses thuriféraires des Künstlers Daniel Hourdé hätte sich vor der A+S Lederwerkstatt besser gemacht.
Das ist aber ein Irrtum:
Die gerade mal 2,70 Meter große Figur verliert vor großen Gebäuden doch sehr.
(Und außerdem war uns der Spatz zu klein.)
Die Frage, weshalb das Altenheim in aller Regel eher unwillig und nur zögerlich als Wohnsitz gewählt wird, konnte nach 14jähriger Forschungsarbeit nun endlich abschließend geklärt werden:
Prof. Dr. phil. Emilian Hempel und Mitarbeiter fanden heraus, dass man etwa 4.5 mal schneller in Dettwiller ist als im Altenheim.

Übrigens: Im Jardin des Tuileries zu Paris kosten die Toiletten Eintritt.
Am Ufer der Seine braucht's keine Toiletten.
Es wird jedoch gebeten, wenigstens das Papier in bereitgestellte Container zu schmeißen.
Jo-He, Hempel's ihr Johannes, ist Handwerker. Der gelernte Installateur hat sich auf's Rohrverlegen spezialisiert. Im Gegensatz zur Konkurrenz braucht er keine Angebote zu machen; in der Regel bekommt er sie von seinen Kunden. Aber von Nix kommt nix, wie es so schön heißt: Nach dem Kraftsport-Training im Fitness-Studio, kommt zu Hause genüsslich die Penispumpe zum Einsatz.
Kaum hatte sich Jo-He im Supermarkt für den Abend was Nettes eingeladen, musste er auch bald feststellen, daß der Feuerwehrmann nicht nur hinreißend blauäugig war, sondern sich auch offensichtlich leidenschaftlich gern selbst befingert. Das machte Jo-He schließlich doch schon ein bißchen nachdenklich...
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frisch rein bekommen...
Übrigens, sagt der Arzt zum Patient: "Sie müssen unbedingt mit dem Onanieren aufhören!"
Der Patient: "Ach was, ist das denn schädlich?"
Der Arzt: "Nein. Aber ich kann Sie sonst wirklich nicht untersuchen!"
Im Hinterland eines der schönsten Strände von Mallorca, Es Trenc, findet sich für die dort verkehrenden Männer dieser Hinweis:
Allerdings hat gewiss niemand gewollt, dass es nun im Gebüsch bisweilen so aussieht...
Apropos: Im Erotik-Shop erscheint hochempört ein Kunde. Zur Verkäuferin: "Ich muss mich beschweren! Die bunten Kondome, die ich gestern hier gekauft habe, färben ab!"
Mischt sich ein in der Nähe stehender älterer Herr ein: "Ja, und außerdem knicken sie in der Mitte immer durch!"
Aber nun zu etwas ganz anderem: Im französischen Nancy hat es mitten in der Stadt, nahe der berühmten 'Place Stanislas', den zauberhaften Park 'La Pépinière' (= Baumschule/Pflanzgarten) mit einem kleinen Zoo. Neben zahlreichen radschlagenden Pfauen gibt es allerlei Getier. Gänse, Enten, Pelikane und halt auch ziemlich viele Affen zu beobachten.
Der Besuch ist umsonst - pardon: kostenlos - und viele Einzelpersonen und Familien lustwandeln nach Feierabend und an den Wochenenden im Park zur Entspannung. So auch Marcel Hempel mit Gattin Marie-Clothilde und ihrem quergestreiften Sohn Stéphane, der mal gerade wieder von Muttern einen ganz gehörigen Rüffel erhalten hat. Denn nie macht ihr beau gosse das, was andere tun: So war es für die Aufnahme des Fotos doch ganz klar ausgemacht, dass jeder Passant den Fuß auf dem Bild links aufzusetzen hat, und zwar vom Betrachter aus gesehen.
Stéphane Hempel ist allerdings auch ziemlich frustriert. Schließlich wurde er von père et maman ziemlich rüde in der Betrachtung der 'Groupe sculpté <On Veille>' gestört.
Von vorn betrachtet, stellt die 1885 von Edmont Desca entworfene Sculptur unzweifelhaft einen jungen Mann mit ausdrucksvollem Gesicht und aufreizend dickem und schwer hängenden Geschlechtsteil dar.
Von der Seite gesehen, entpuppt sich das scheinbar ungehörig voluminöse Gemächt des Jünglings allerdings bloss als ein mit paar Blättern verhülltes und gänzlich non-erotisches hutzeliges Etwas. Die Herrschaft obendrüber gibt sich übrigens auch entsprechend bedeckt. Und weil die Seitenansicht so langweilig wirkt, wird die Skulptur echt fast nur von vorn abgelichtet. "On Veille" = der Vorabend, der Vortag, die Wache, am Tag zuvor. (Ganz nebenbei: Für's abentliche Cruising hat es in unmittelbarer Nähe ein diskret ausgestaltetes Gebüsch.)
Die Sitten verkommen:
(Wochenspiegel, Jahrgang 51, Nr. 19, Ausgabe Saarbrücken)
Ach, und übrigens grad noch was: Der Unterschied zwischen Bumsen und Vögeln ist der, daß Bumsen keine Eier legen.
Ende der heutigen Übertragung