Die Maca stammt aus den peruanischen Anden. Die anspruchslose und widerstandsfähige Pflanze gedeiht selbst unter widrigen Bedingungen noch in Höhenlagen von 4500 Metern, wo starke Temperaturschwankungen, intensive UV-Strahlung und beständig starke Winde herrschen.
Die birnenförmigen Wurzelknollen und Blätter der 20-30 cm hohen Pflanze werden von der einheimischen Bevölkerung seit über 2000 Jahren verzehrt. Die getrocknete Wurzel wird gemahlen und das Pulver eingenommen oder als Mehl weiter verarbeitet.
Maca diente bereits den Inkas als wertvolles Nahrungsmittel, und bis heute hat sie auch in der peruanischen Tradition einen festen Platz: Die Wurzel enthält nicht nur pflanzliche Eiweißstoffe (Proteine), sondern ist auch besonders reich an Eisen und Mineralstoffen wie z.B. Zink, Magnesium, Calcium, Phosphor, wichtigen Spurenelementen. Maca wird aufgrund seiner tonisierenden Wirkung auch als 'peruanischer Ginseng' bezeichnet und sollte - wie Ginseng - über einen längeren Zeitraum genommen werden.
Nahezu sämtliche Vitamine sind in Maca enthalten und zudem hormonähnliche Stoffe, die die Durchblutung des Beckenbereichs verstärken sowie die Testosteron- und Östrogenbildung beeinflussen sollen. Die Peruaner schreiben der getrockneten Maca-Wurzel und dem daraus gewonnenen Pulver aphrodisierende und die weibliche Fruchtbarkeit fördernde Wirkung zu.
Studien aus Süd- und Nordamerika sprechen davon, daß Maca chronischer Müdigkeit entgegen wirken und das Immunsystem stärken kann. Karla Vega Vargas von der Universität Cayetano Heredia spricht von einer Steigerung der Hormonproduktion nach kontinuierlicher Einnahme von Maca. Dadurch werde die Stressresistenz gesteigert.
Männer berichten von einer Steigerung der sexuellen Lust und sexuellen Leistungsfähigkeit. Einer Studie des peruanischen Wissenschaftlers Gustavo Gonzales zufolge, soll bei einer Gruppe von zwölf Männern zwischen 20 und 40 Jahren eine Verdopplung der Spermienzahl bereits nach zwei Wochen Maca-Einnahme festgestellt worden sein. Der Hormonspiegel hätte sich erhöht und die Versuchsteilnehmer erklärt, dass ihr sexuelles Verlangen deutlich zugenommen hätte.
In einer Veröffentlichung chinesischer Wissenschaftler heißt es, bei mit Maca-Extrakt gefütterten Mäusen wurden in drei Stunden zwischen 47 und 68 Orgasmen festgestellt. In der Kontrollgruppe dagegen konnten im gleichen Zeitraum nur 16 Orgasmen ausgemacht werden.
Obschon Maca in der südamerikanischen Volksmedizin als traditionelles Potenzmittel gilt, wird seine Wirkung als allgemein tonisierend beschrieben und konkurriert somit auch nicht mit den allgemein bekannten und größtenteils aus gutem Grund verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auf chemischer Basis zur Behandlung von Potenzstörungen.